Website-Icon

Die Rechte ist obenauf

© Correiho de Manha

Portugal hat gewählt Die Bezirks- und Gemeinderatswahl vom 12. Oktober 2025. Das Wahlergebnis der Kommunalwahlen, bei einer Beteiligung von etwas unter 60 Prozent der Stimmberechtigten.

Die „Schwarze” PSD hat am meisten Stimmen auf sich vereinigen können, gemessen an fast der Hälfte aller Stimmen, die sie in regional verschiedenen Koalitionen erhielt. Sie hat aber trotzdem Führungspersonal verloren.

In 83 der 308 Wahlbezirke gewannen, „formaljuridisch unabhängige” rechte Bündnis-KandidatInnen.

Die „Rote” PS hat mit 28,5 Prozent sowohl Stimmenanteile als auch Camaras municipales  verloren. Die rechtsextreme Chega ist unter ihren hohen Erwartungen geblieben. Sie hat sich aber bei den Wahlen an Stimmen fast verdreifacht, auf über elf Prozent.

5,75 Prozent wählten das Bündnis konsequenter Linker CDU unter maßgeblicher Beteiligung der Kommunisten. Im Jahr 2021 war der Stimmenanteil noch bei 8,21 Prozent. Die Partei hat sieben der von ihr geführten 19 Munizipalkammern verloren und wird künftig noch zwölf Distrikte von landesweit 308 Camara Municipales regieren. Bemerkenswert ist das Stimmverhalten in der portugiesischen Hauptstadt Lisboa. Dort errang das Bündnis aus Kommunisten und der Ökologisch Grünen Partei CDU mit 10,1 Prozent Stimmenanteil einen beachtlichen Erfolg.

Der Linksblock BE und die grün orientierte Livre sind auch deswegen mit unter einem Prozent marginalisiert, weil sie nicht überall antraten.

Das Wahlergebnis ist insgesamt eine Stärkung der Rechtskräfte in einem Land, das durch Kleinst- und Kleinbetriebe charakterisiert ist, bei gleichzeitiger Dominanz einiger weniger Banken und Konzerne.

Der Bericht der ORFschen Minderleister am Montag, den 13. Oktober nach 15 Uhr zur portugiesischen Kommunalwahl vom Sonntag dem 12. Oktober. Das wäre ungefähr so, wie nur über das Wahlergebnis im burgenländischen Tschanigraben oder in gsibergerischen Schrums Tschaguns zu berichten.

Ausland
Portugal: Rechtsextreme ziehen erstmals in Rathäuser ein
In Portugal hat die rechtsextreme Partei Chega bei den Kommunalwahlen gestern erstmals in ihrer Geschichte Bürgermeisterposten gewonnen und zieht den offiziellen Ergebnissen zufolge in mindestens zwei Rathäuser in kleinen Gemeinden ein.
Chega stellt die Bürgermeister in Sao Vicente auf der Insel Madeira und in Entroncamento im Zentrum des Landes.
„Das ist ein großer Sieg für Chega, die sich zu einer Partei mit kommunaler Verankerung entwickelt“, sagte der Gründer und Vorsitzende der Partei, Andre Ventura. Chega setze ihre „Expansion“ fort, betonte er.
Rasches Wachstum
Bei den Kommunalwahlen im Jahr 2021 erreichte die 2019 gegründete Chega 4,2 Prozent der Stimmen, konnte sich jedoch keinen Bürgermeisterposten sichern. Bei der Parlamentswahl im Mai wurde sie mit 18 Prozent zweitstärkste Kraft.
Laut gestern veröffentlichten Nachwahlbefragungen war das Ergebnis in den großen Städten Lissabon und Porto zu knapp, um eine Prognose abzugeben. In der Hauptstadt Lissabon lag der amtierende Bürgermeister des rechten Lagers, Carlos Moedas, Kopf an Kopf mit der sozialistischen Kandidatin Alexandra Leitao.

Eine derartige Berichterstattung: ein klares Nicht genügend oder absichtlich so gewollt.

Anmerkung des Autors über den einzigen erschienen Wahlbericht des ORF – Stand Montag 15.34 Uhr:
5,352.649 abgegebene gültige Stimmen: in den 308 Wahlbezirken:
12.749 insgesamt „eroberte” Stimmen der rechtsextremen Chega in den drei Rathäusern Sao Vincente auf Madeira 1.705, im Distikt Santarem in Entroncamento 3.648 und an der Algarve im „Ballamann” Stimmbezirk Albufeira 7.396 WählerInnen.

Magere Recherche über die Abstimmung von 5,35 Millionen WählerInnen

Antwort der ORF.at Redaktion:

Sehr geehrter Herr Wachter,
 
vielen Dank für Ihr Mail. Kommunalwahlen im europäischen Ausland handeln wir meist auf Tickerebene bzw. in Kurzmeldungen ab, da sich daraus – wenn auch viele Details durchaus spannend sind – meist nur ein Trend der allgemeinen Stimmung im Land ergibt. Größere Wahlen, wie Parlaments- und Präsidentschaftswahlen werden von uns naturgemäß auch mit größerer Berichterstattung begleitet – wie auch heuer im Mai nach der Parlamentswahl in Portugal. Dass wir speziell die neuen Bürgermeister der Rechtsextremen herausgegriffen haben, ergab sich daraus, dass eben die Chega bei den Parlamentswahlen sehr stark dazugewonnen hat.
 
Zudem kam gestern dazu, dass die Entwicklungen im Nahen Osten die Berichterstattung anderer Themen deutlich überschattet hat – wie auch in vielen anderen Medien zu sehen war.
 
Jedoch nehmen wir Ihr Feedback gerne für unsere künftige Berichterstattung auf.

UHUDLA.at Antweort:

Liebe ORF MitarbeiterInnen
Dankeschön, Obrigado, für die Nachricht.
Eure Begründung ist schreiben wir mal einleuchternd wenn man es so will. Allerdings hat selbst nach Erstauszählungen festgestanden, dass die Chega schlecht im Rennen und weit unter den von den Medien prognostizierten Erwartungen liegt. Eure Geschichte behandelt aber fast nur die Chega. Ein bisschen mehr Sorgfalt wäre schon angebracht. Schließlich ist das Internetz schon erfunden.
Eure staatlichen Partner wären RTP.PT. Vorallem sind bei Wahlentscheidungen eh nur Zahlen ausschlaggebend. Da bedarf es keiner portugiesischen Sprachkenntnisse.

Liebe Grüsse.
Max Wachter

Die mobile Version verlassen