
FB wird uninteressant ■ Der einst süße Zuckerberg Traum schmeckt jetzt schal und bitter.
Martin Just über „Sozialer Medien”
Ich bemerk in den letzten Wochen, dass FB, oder besser gesagt, insgesamt „Meta“ für mich immer uninteressanter wird.
Facebook ist überladen mit Werbung
Dazu kommen noch Seitenvorschlägen, die mich nicht interessiere. Die künstliche Intelligenz, die Meta einsetzt hat für mich keinen Wert und ist eine Superdatenkrake. Also „more of the same“ von dem, was ohnehin das Fußvolk geschluckt hat, solange Facebook irgendwie noch Freude und Spaß bereitet hat. Vielleicht war das aber auch schon immer so, und mein Fokus hat sich verschoben? Ich hab viel zu tun. Beruflich, meine Kinder brauchen mich auch. Und Freunde zu treffen macht mehr Freude als im Internetz herum zu tippen. Und ehrlich gesagt sind Diskussionen anderswo besser angebracht.
Die Stimme vehallt auf sozialen Medien kümmerlich und ist anderswo (auf der Straße, in Lokalen, auch in anderen Foren oder auf anderen Plattformen) besser aufgehoben. Auf Facebook finden algorithmisch überhitzte und redundante Streitereien statt, die im Nichts enden.
Das ist die eine FB-Seite der Medaille
Die andere ist, und das begründet mittlerweile, so wage ich zu behaupten, die digitale Anwesenheit der größeren Mehrheit auf FB, dass ich Kontakt zu vielen Menschen halten kann, die mir wichtig sind, die ich mag. Wenn ich hier aussteige, sind viele Kontakte schwupps weg.
Ich bleibe also (noch), aber ich bin aber leiser. Ich laufe immer noch. koche viel, fahr mit dem Radl und dem Zug herum. Hab eine Wohnung mit Garten und wunderbaren Beiseln rundherum.
Ich freu mich, wenn mir wer schreibt, mich anruft, vielleicht besuchen mag (oder bin mir besucht werden mag). Manchmal dauert so eine Kommunikation länger weil, eben, viel genug zu tun. Aber: Es lohnt wahrscheinlich. Zwischenmenschliche Beziehungen sind unbezahlbar. Weswegen sich Meta und Co. genau deshalb dumm und deppert bereichern können.
*) moch Meta bedeutes auf wienerisch sich über die Häuser zu hauen oder höflicher ausgedrückt zu verschwinden.
