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Gesunde Profite staatlich finanziert

Das portugiesische Gesundheitssystem bewahren.

Ruin des Gesundheitswesen Nachrichtensendungen und das Geschäft mit der Krankheit.

Von Vasco Cardoso Avante!, Nr. 2614 vom 4. Januar 2024 übersetzt von Bruno.

Die im privaten Gesundheitssystem tätigen Konzerne reiben sich die Hände bei dem täglichen Spektakel, welches das staatliche Gesundheitssystem (SNS) im Fernsehen bietet: eine Abfolge von geschlossenen Abteilungen und ewig lange Wartezeiten bei der Notaufnahme.

Es handelt sich um eine Art kostenloser Werbung, die ihnen mit jeder Nachrichtensendung geboten wird, wenn dort das Drama der Verzweifelten aufgezeigt wird, die um Hilfe flehen. Kostenlose Werbung, aber auch trügerisch, so trügerisch wie im Übrigen viele der dort verbreiteten Nachrichten, dazu später.

Wie schon Aleixo (António Aleixo, 1899-1949, Dichter der Algarve) sagte: „damit man einer Lüge glaubt, muss sie wenigstens ein Quäntchen Wahrheit enthalten“. Und es ist wahr, dass sich durch die Unfähigkeit des staatlichen Gesundheitssystems, den Bedürfnissen der Bevölkerung gerecht zu werden, die Sachlage verschlechtert hat. Unzufriedenheit und wachsende Unsicherheit machen sich breit. Und dies nicht nur weil Ärzte, Pflegekräfte und andere Angestellte im staatlichen Gesundheitssystem fehlen, sondern auch, weil diese von den privaten Kliniken „geraubt“ werden, sei es in speziellen Teilbereichen, wie der Mutter-Kind-Vorsorge, sowie im Allgemeinen. Und sie tun dies explizit mit öffentlichen Mitteln, die in ihren Taschen landen, was eine perverse Situation hervorruft: mit den öffentlichen Mitteln, die vom SNS abgezweigt werden (mehr als die Hälfte des Staatshaushaltes für Gesundheit) gewinnt das private Kapital immer mehr an Boden bei den Geschäften mit der Gesundheit.

Hinzu kommt, dass die „sozialistische“ PS-Regierung sich vehement weigert, die Gehälter der im Gesundheitswesen Berufstätigen zu erhöhen und ihnen eine ausschließliche Anstellung beim Staat zu garantieren, so wie es die portugiesische kommunistische Partei PCP vorgeschlagen hat.

Man kommt nicht umhin zu sagen: PS und ihre Regierung waren und sind Komplizen bei dieser kapitalistischen Strategie und spielen das Spiel der Rechten mit, indem sie das lukrative Geschäft mit der Gesundheit befördern.

Die oben genannte trügerische Werbung besteht darin, dass die Annahme, dass die Lösung des Problems in der privaten Versorgung liegt, nichts als Illusion ist. Nirgends wird der offensichtliche Widerspruch erklärt, dass in dem Maße, wie sich die privaten Krankenhäuser und Kliniken vervielfältigen, das Recht auf Gesundheit schrumpft. Denn im Gegensatz zum staatlichen Gesundheitswesen, bei dem alle und alles behandelt werden muss, so wie es sein universaler Charakter vorschreibt, kann der private Sektor es sich leisten, nur das zu behandeln, was Gewinn einbringt und diejenigen zu versorgen, die das nötige Kleingeld haben.

Das staatliche Gesundheitssystem, das dem portugiesischen Volk beträchtliche Fortschritte gebracht hat, nachdem es zu Zeiten des Faschismus jahrzehntelang vernachlässigt wurde, ist ernsthaft bedroht. Das staatliche Gesundheitssystem zu zerstören, damit sich einige wenige Kapitalisten die Taschen füllen können, ist unmoralisch.

Es handelt sich um einen schwerwiegenden Angriff auf ein Menschenrecht, der unbedingt vereitelt werden muss. Dabei handelt es sich um einen Kampf, der weiterhin einen Großteil unserer Kräfte erfordern wird.

Bruno ist Aktivist der Linken Deutschsprachigen Freunde Lagos LDFL. Er hat den portugiesischen Textes  aus der „Avante”, Wochenzeitung der Kommunistischen Partei PCP übersetzt.

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