Karl Marx in Wien

Marxhof
© Waschsalon Karl-Marx-Hof, P. M. Hoffmann

Karl im Waschsalon ■ Aufgrund des erhöhten Interesses wird die Sonderausstellung im Museum „Das  Rote Wien im Waschsalon Karl-Marx-Hof“ Marx in Wien bis inklusive Sonntag,  7. April 2019 verlängert.

Gerne bieten wir auch außerhalb der  Öffnungszeiten Führungen für Gruppen durch die Sonderausstellung an,  Voranmeldung unter: info@dasrotewien-waschsalon.at

Am 5. Mai 2018 jährte sich der Geburtstag von Karl Marx zum 200. Mal. Aus diesem Anlass machte sich der Waschsalon Karl-Marx-Hof auf die Spuren des großen Theoretikers.

Im August 1848 reist Karl Marx für einige Tage nach Wien, um sich ein Bild von der Lage zu machen. Er trifft Vertreter der revolutionären Bewegung und hält drei Vorträge, unter anderem über „Lohnarbeit und Kapital“. Es sollte Marx’ einziger Besuch in Wien bleiben. In den frühen 1860er Jahren arbeitet Marx im Londoner Exil u.a. als Korrespondent der bürgerlich-liberalen Tageszeitung Die Presse und befeuert mit seinen Schriften den Konflikt zwischen „Gemäßigten“ und „Radikalen“ innerhalb der österreichischen Arbeiterbewegung.

Auch im Roten Wien der Ersten Republik ist Karl Marx omnipräsent. Anlässlich seines Todestages veranstaltet die Sozialdemokratische Arbeiterpartei regelmäßig wiederkehrende Gedenkfeiern, die Parteilinke um Friedrich Adler formiert sich im Bildungsverein „Karl Marx“ und Otto Bauer entwickelt unter dem Begriff „Austromarxismus“ Marx’ Lehre innerhalb der Sozialdemokratie weiter. 1930 wird deshalb auch das „Flaggschiff“ des Roten Wien, der Karl-Marx-Hof, nach dem deutschen Philosophen benannt

Die einzelnen Stationen Marx‘ in Wien sowie die Spuren, die Karl Marx im Roten Wien hinterlassen hat, wurden vom deutschen Illustrator P.M. Hoffmann, bekannt für seine Arbeiten in der Hamburger Wochenzeitung Die Zeit, der Süddeutschen Zeitung, der Wiener Stadtzeitung Falter und der Wiener Zeitung, in Szene gesetzt.

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