Im Profifußball zählt nur Kohle


Balltreter Super-League
Die Ankündigung einer geschlossenen SuperLeague hat mich bemerken lassen, dass ich seit langer Zeit nur mehr Fussballergebnisse geschaut habe, um mit dem Schwiegervater diskutieren zu können.

Von Martin Just

Ich bin ein Kind der 80er. Ich erinnere einen Diego Maradona im vollen Saft anstatt voller Nase, ist ja die härteste Form der Kohle. Europacup ausschließlich im K.O. System, Meistercupfinale wie Roter Stern Belgrad gegen Olympique Marseille.
Heute weiß ich: Auch in den 80ern war schon der Wurm drinnen, und irgendwie war Fußball wohl immer Geschäft.

Aber was wollen die mir mit dieser SuperLeague verkaufen?
Den zehntausenden El Clasico gespielt auf Arbeiterfriedhöfen in Katar? Und das, obwohl mich die Champions League von der UEFA schon seit Jahren kaum nicht mehr interessiert hat?

Wo schon lange Bullshit diskutiert wird, ob Lionel Messi gegen Malaga oder Christiano Ronaldo gegen Logrones den spektakulärsten „Panenka-Elfer“ aller Zeiten geschossen hat?

Wo bekommst du die beste Pekingente? In Peking! Wer hat den spektakulärsten Panenka-Elfer geschossen und damit die ČSSR zum Europameistertitel?!! Antonin Panenka natürlich.

Aus, Schluss, vorbei. Verkauf euer Produkt. Ob UEFA oder Geld gierige Vereine ist eigentlich egal. Fußball hat einen Platz in meinem Leben. Ab heute könnt ihr mich jede Woche fragen, wie Inter Bratislava (Sportplatz im Bild oben) am Wochenende gespielt hat. Die haben den Konkurs schon hinter sich und es geht beim zuschauen hoffentlich, wenn das dann wieder mal geht, lustig zu. Es wird das erste Spiel sein, das ich wieder ganz sehen werde seit Austria gegen AEK Athen vor ein paar Jahren.
Mit anderen Worten an Fifa, Uefa, FC Barcelona, Lederhosen, Brausedosen und wie andere arabischen Ölscheichklubs noch alle heißen: Leckt mich doch …

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