Sommerspritzer – Tropfen auf dem heißen Stein

© Karl Weidinger

Grüße vom Stefan Weber Park ■ Der Wiener Park zwischen Meidling und Margareten ist seit Juni 2021 wieder geöffnet. Was hat sich hier getan? Zeit für einen Lokalaugenschein.

Von Karl Weidinger

Moderne Zeiten: Rollerbord und Wasserspiele. Aus der zubetonierten Erde ragen Wassersäulen mit feinen Düsen. Eine feine Wolke von künstlich erzeugtem Nebel sprüht gegen den Gürtelverkehr an. „Coole Stelen“ werden diese Nebel-Fontänen genannt.

Ein Tropfen auf dem heißen Stein im hochsommerlichen Betondschungel zwischen den 7 Fahrbahnen

Und alles ordentlich eingezäunt. 1.400 Quadratmeter sind neu gestaltet. Nebelduschen, Bodenfontänen und Wasserspiele. Es brodelt und zischt am Gürtel. „Sommerspritzer“ sorgen dafür. Es sind Sprinkler aufgepflanzt auf Hydranten. Ein 3 Meter langer, schräger Aufsatz mit 34 feinen Wasserdüsen, mehr als ein „Sitzpinkler“ zusammen bringt. Für den Namen konnte online abgestimmt werden. Die Mehrheit entschied sich für den „Sommerspritzer“. Eine Bezeichnung, die auch dem Herrn Professor gefallen hätte.

Im Stefan Weber Park, wo der 5. auf den 12. Bezirk trifft, wurde der Ballspielkäfig erneuert und mit einer Flutlichtanlage bestückt. Nun können alle Spiele in die Verlängerung gehen, Ende nie. Ein weiches elastisches Ballnetz soll den Lärm deutlich reduzieren, auch schon wurscht. Es ist zudem wartungsärmer als ein herkömmlicher Käfig.

Zuerst sah es aus wie ein Planschbecken, eine „Vassilakou-Lacke“. Aber es wurde eine Skater-Anlage – eine „Skatebowl“ daraus. Eine andere Installation erinnert an eine stinknormale Tankstelle. Metallgerüste ragen aus dem kochenden Asphalt. Auch der Mistkübler von der MA 48, dem Karottenbalett, kann nicht sagen, was das sein soll oder werden wird. Nur soviel lässt sich sagen:
Herzliche Grüße aus dem Stefan Weber Park

© Karl Weidinger

 

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