Musik mit liebenswerten Ecken und Kanten

© Martin Winzisch

Alex Miksch ■ Das kremser Ausnahmetalent  – unverkennbar mit Hut – ist u.a. Dialekt-Liedermacher, der sein bewegtes Leben mit Musik verarbeitet und der sich trotz langjähriger Karriere nicht verbiegen lässt – glatt Geschliffenes kann man bei ihm lange suchen.

Von BLONDPRODUCTION „Funky“ Renate Danninger

Neben Gitarre hat Alex Miksch auch seinen Freund und Kollegen Philipp Moosbrugger samt Standbass – ein extra schönes Exemplar aus den 1920er Jahren – mitgebracht.

Und Philipp ist eine fantastische Bereicherung, er breitet für Alex grossen Bassboden aus, auf dem er glänzen kann, und das in einer entzückend divaesken Art, die man einfach nur bewundern kann.

„I hob a Wossa“ ist fröhlich saitengroovig, es wird auch auf der wilden Seite gegangen und Delta-bluesig verschmelzen die Saiten mit kraftvoll rauer Dialektstimme.

Die beiden Musiker werfen sich mit Freude und Können die Musikbälle zu, ein herrliches Ping-Pong. Bob Dylans „Not Dark Yet“ wird zu „no ned finsta“ und ein „zuckasiasses Vogal“ lässt leicht eing’schupft die vogelwilde Stimme von Alex fliegen. „Die Nocht wo di da Teifi hoid“ bietet gemütlichen Groove, geile Stimme, Philipp Bogen führend und einen explosiven südamerikanischen Gipfelsturm.
Mit viel Gefühl legt uns Alex noch seine neue CD „Krems“ ans Herz und in die Ohren und es gibt auch einen kräftigen Nachschlag fürs entfesselte Publikum im ’s Baumgarten Kulturwohnzimmer an der Wiener Linzer Strasse.

Man muss dem Miksch aus ganzem Herzen dankbar sein, dass er seine liebenswerten Ecken und Kanten behalten hat und einfach ein unvergleichlicher Typ bleibt!

’s Baumgarten Kultur Wohnzimmer

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