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Die Mühle, Kultur in Lagos ■ Samstag 29. März Lagos Kultursoirée: „Erzählungen über Frauen und ihre Rolle in der Geschichte Portugals”.

Eine Veranstaltung der Linken Deutschsprachigen Freunde Lagos LDFL.

Mit der Dozentin und Journalistin Henrietta Bilawer 16 Uhr, Café & Bar O Moinho, Largo do Moinho 3

Im Monat März steht der Internationale Tag der Frau auf dem Kalender. Was Portugal betrifft, so kann man die Historie des Landes auch als die Geschichte der Frauen des Landes betrachten – und zwar über viele Jahrhunderte hinweg. Nicht nur in den Jahren des Umbruchs, als Portugal sich von der Monarchie zur Republik wandelte, prägten Frauen mit nicht alltäglichen Biografien den Aufbau der neuen Gesellschaft. Sie kämpften auch schon vorher für soziale und wirtschaftliche Rechte und traten damitauch für ihre Männer und Kinder und für die Gesellschaft insgesamt ein.

Henrietta Bilawer auf FB: „Dê tempo ao tempo” lautet ein portugiesisches Sprichwort – man solle der Zeit Zeit geben. Das soll heißen, man müsse Geduld haben, sagen die einen. Andere verstehen es so, dass man bewusst und überlegt handeln solle statt impulsiv. Das habe ich gemacht in der letzten Zeit, und zwar im Sinne beider Interpretationen dieser Redensart. Ergebnis: Die Zeit rennt trotzdem einfach weiter und ich komme mal wieder zu nix… nicht einmal dazu, dem Publikum meiner Kultur-Soirée zu danken. Die war am 12. März 2025

Es ging um das Handwerk, um alte Traditionen, die sich (wenn auch verändert) in gewisser Weise ins Heute gerettet haben, aber auch um solche Betätigungen, die längst aus der Gesellschaft verschwunden sind, weil die Welt sich dreht, die Zeiten sich ändern, Lebensbedingungen sich wandeln, das Instrumentarium die eine oder andere Revolution durchlaufen hat, aber auch, weil Wünsche und Ansprüche der Menschen, Zeitgeist, Mode(n) und auch Notwendigkeiten sich neu orientieren.

Ich habe mich über das zahlreiche Erscheinen meiner Soirée-Gäste gefreut und ebenso über die interessierten und interessanten Fragen und die bereichernden Gespräche am Rande der Soirée. Nun bereite ich meine nächste Präsentation vor.

Man hat mich gebeten, in diesem Monat, der den Tag der Frau beinhaltet, etwas zu diesem Thema zu präsentieren – und das tue ich sehr gerne. “Frauen und ihre Rolle in der Geschichte Portugals” werde ich anhand zahlreicher markanter Beispiele aus den vergangenen rund 150 Jahren bis in unsere Zeit vorstellen und ich kann versprechen: Da ist sehr viel Unerwartetes dabei.
Wenn ich so zurückblicke, ging es bei mir in diesem letzten zwei Wochen fast dauernd um die Themen Arbeit und Gesellschaft. Außer bei meiner Soirée und der Vorbereitung der bevorstehenden Veranstaltung hatte ich auch die Gelegenheit, auf Einladung der Deutschen Botschaft und des Honorarkonsuls bei einem Treffen von Wirtschafts-Vertretern im deutsch-portugiesischen Kontext Argumente und Ideen auszutauschen, inspirierende Gespräche zu führen und viele interessante Stellungnahmen zu hören.

Dabei ging es nicht um die Historie, sondern um die Gegenwart und um das, was daraus werden kann und soll. Von Fragen zwischenstaatlicher Kultur-Kooperation und Initiativen zum deutsch-portugiesischen Kultur-Austausch (dieses Thema hatte ich mit zu eigen gemacht) ging es über Erörterungen der Lebens- und Arbeitsbedingungen, Natur und Gesellschaft in der arbeitskräfteintensiven Landwirtschaft sowie Fragen von Müllvermeidung und Recycling bis zu zum Teil sehr spezifischen deutsch-portugiesischen Themen – dazu gehört auch das deutsch-portugiesische wirtschaftliche und gesellschaftliche Miteinander allgemein und in der Algarve im Besonderen.

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