Musizieren nach dem Alphabet


Nadjas Cello
■ Eine Musikstory von A bis Z.
Endlich hat das Cello, das immerhin schon 1770 geboren – äh gebaut wurde, ein eigenes Soloprogramm, aber ganz alleine darf’s trotzdem nicht raus.

Von BLONDPRODUCTION  „Funky“ Renate Danninger

Liebevollst getragen und gespielt wird das Instrument von Nadja Milfait, die mit großem Musik- und Humorverständnis schon mit etlichen Kollegen in verschiedensten Formationen Spaß gehabt hat. 


Nadjas Auftritt bietet quasi eine Garantie für einen großartigen Abend, bei dem auch das Lachen nicht zu kurz kommt. Die Künstlerin
beweist Vielseitigkeit und hat neben der Hauptdarstellerin des Programms auch noch eine kleine Akustikgitarre und ein noch kleineres Kazoo mitgebracht. Beinah kammerorchestral widmet widmet  sie sich mit diesen Begleitern und studierter Lachwissenschaft dem Alphabet.

A wie: aller Anfang ist Bach – mit einer bekannten Melodie, die der alte Meister für den Petzi vom Kasperltheater komponiert hat und die Nadja mit didl-freudiger Singstimme aufpeppt.

D wie: das Wienerlied – äußerst gefühlvoll wird der Glasscherbentanz dargebracht, Juche!

E wie: Englisch – mit englischer Engelsstimme kredenzt Nadja selbst geschriebene irische Volksmusik, dem Publikum ist bereits wohlig und behaglich zumute.

F wie: Folter – ein Stück mit dominanter Metronombegleitung erwärmt die Ohren.

H wie: Haushalts-Rapp – Nadja bietet endlich Antworten auf das Mysterium der Haushaltsführung.

I wie: „i schlof ned“, wobei sich die Zuhörer vom Dialekt gekuschelt fühlen.

N wie: neuestes Lied, das die Machoantwort aufs Singleleben bietet.

O wie: Oper – Nadjas Stimme nistet sich, frei wie ein Vöglein, gemütlich im Gehörgang ein.

Q wie: Quiz, bei dem sich das Publikum nicht gerade im Besten Licht zeigt.

S wie: Suzie Q. – mit allen Finessen kann Nadja wildes Rock’n’Roll-Herz beweisen.

T wie: traditionell – fährt auf irische Art direkt in die Tanzbeine.

X – die Variable in der Mathematik überrascht gelungen mit dem „Itzi-Bitzi-Tini-Wini-Honolulu-Strandbikini“.

Y – für diesen Buchstaben ist eine wunderbare Nonsense-Einlage wie geschaffen

Z wie: Zugabe lässt die Gäste zum Abschluss begeistert jubeln.

Danke für diese höchst sensibel erarbeitete Einführung in die hohe ABC-Kunst!

’s Baumgarten Kultur Wohnzimmer

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