Hawediere UHUDLA

© Mario Lang. Walter des Chefverkäufsd des UHUDLA.

Max Wachter präsentiert ■ Ein Fest im Traditions-Café
G´schamster Diener.

Mitwirkende: Andreas Pittler Krimi, Rudolf Karazman Heimatkunde, Chris Peterka Musik, El Awadalla Dialekt, Karl Berger Zeichenware, Mario Lang Erlebnisreisen.

UHUDLA Dienstag
Am 28. April 2026
im G’schamsten Diener.
Stumpergasse 19, 1060 Wien.
Von 15 bis 23 Uhr, Eintritt frei – Spenden erwünscht.

Die Straßenzeitungen sind das Salz im medialen Einheitsbrei. Diese Zeitschriften sind längst zum Begriff einer Großstadt geworden.

Die Geschichte der Straßenzeitungen
Die VerkäuferInnen sind für viele selbstverständlich, manchen gehen sie auf die Nerven, einigen sind sie egal. Für die meisten KäuferInnenaber wurden und werden diese Zeitungen immer mehr zur Alternativpresse.

Von Marc Aurel veröffentlicht in der UHUDLA Ausgabe 96 im Jahr 2012 Seite 6 und 7.

Straßenzeitungen sind das Sprachrohr all jener, die sich vom Establishment überrollt fühlen

Diese Menschen finden es einfach gut, dass „in einer profitgesteuerten, globalisierenden Welt, ,Weltverbesserer‘ die Möglichkeit haben, ihren Unmut auch in einer Zeitung kund zu tun. Als Nebenefekt können die Kolporteur­innen und Verkäufer dieser Zeitschriften einer sinnvollen Arbeit nachgehen“. So analysieren die WissenschaftlerInnen an der Hamburger Universität für Wirtschaft und Politik den Sinn und Zweck der Straßenzeitungen..

1927 war es Günther Brügel, ein Literat und Landstreicher aus Balingen in Stuttgart, der mit „Der Kunde“ die erste Straßenzeitung verfasste und auch selbst, mit einigen Kommilitonen, verkaufte.
Günther Brügel wurde wegen Landstreicherei und Verhetzung verhaftet, und „Der Kunde“ beschlagnahmt. Sein Nachfolger Gregor Grog, ein bekennender Anarchist gründete daraufhin die Bruderschaft der Vagabunden, deren Schutzpatron Till Eulenspiegel war, der selbst von der Bevölkerung als „König der Vagabunden“ tituliert wurde.
Gre­gor Grog rief 1929 zum internationalen Kongress der Vagabunden und Tausende kamen.
 Diese Bruderschaft war zugleich auch eine Künstlerbewegung. Deutschland hatte damals ca. 70 000 Obdachlose, bis 1933 stieg die Zahl auf sagenhafte 450 000 an.

„The Big Issue“ – Vom Fetzentandler zum  internationalen StrassenzeitungsKonzern

Danach wurde es lange sehr ruhig, es tat sich nichts in puncto Straßenzeitung. 1989 wagte man in New York mit „Streetnews“ einen Neustart. Der Rockmusiker Hutchinson Persons gründete die Zeitung. 75 Cent kostete das Blatt. 45 Cent blieben der, dem VerkäuferIn. Die ersten zehn erworbenen Exemplare erhielt die, der Obdachlose oder sozial Schwache gratis.
 Das Management, die Organisation war derart schlecht (trotz Unterstützung von Prominenz wie Paul Newman, Liza Minnelli) und die Zeitschrift wurde Mitte 1990 eingestellt.

Von dieser Zeitung wurde der Engländer John A. Bird inspiriert. Seines Zeichens Mitbegründer des Konzerns „Body Shop“. Er erkannte, dass der Schlüssel zur Bekämpfung der Obdachlosigkeit darin läge, dass sich die davon Betroffenen selbst helfen – Hilfe zur Selbsthilfe. Man muss den Betroffenen dazu nur die Möglichkeit geben. So gründeten er und Gordon Roddick im Juni 1991: „The Big Issue“.
Der Startschuss zu einem multinationalen Unternehmen. Anfänglich noch alle zwei Wochen erscheinend, in der Zwischenzeit schon wöchentlich, zu einem Preis von 2 Pfund. Davon bleibt der, dem VerkäuferIn die Hälfte. Allerdings wird hier wiederum die Hälfte als Rücklage zur Sicherung für die, den Betroffene/n einbehalten und angespart (zur Wohnungs-und Existenzgründung).

Von Queen Elisabeth II. geadelt, von seinen MitarbeiterInnen stark kritisiert, „wegen falscher Finanzpolitik und Ausbeutung der Belegschaft“ ruft  der Zampano 1995 „Big Issue Foundation“ und schließlich „Big Issue International“ ins Leben.
 Fünf regionale Ausgaben gibt es alleine in England. Niederlassungen: in Australien, Südafrika, Namibia, Japan, Taiwan, Korea. Redaktionell werden diese Zeitungen ausschließlich von professionellen Journalisten betreut.
 Auch in Deutschland schossen fStraßenzeitungen aus dem Boden. Deutschlands älteste Straßenzeitung), 1993 in München „Biss“ und „Hintz und Kunzt“ in Hamburg.
Wenig später in der Schweiz das „Surprise“, „Macadam“ in Lyon Frankreich, „Nota Bene“ in Bratislava, „Novy Prostor“ in Prag, „Terra di Mezzo“ in Italien, „The Way Home“ in Odessa Ukraine und „Put Domoy“ in  St.Petersburg Russland. Alle Straßenzeitungen anzuführen ist aus Platzgründen nicht möglich. Doch das Ziel aller Publikationen ist es, die Hälfte des Verkaufspreises bleibt der Verkäuferin, dem Verkäufer.

Ein solidarisches Verhalten und Qualität ist das Markenzeichen des UHUDLA

Wie läuft es in Österreich? Die bekannteste und größte Straßenzeitung ist der „Augustin“, beheimatet in Wien; „Kupfermuckn“ in Linz; „Apropos“, früher „Asphalter“ in Salzburg; „Eibisch-Zuckerl“ in Wr.Neustadt; „Megaphon“ in Graz und in Innsbruck der „20er“.
Tja, bleibt noch der UHUDLA zu erwähnen. Inhaber und Gründer Martin Wachter (der übrigens 1995 bei der Taufe des „Augustins“ maßgeblich beteiligt war), kam 1991 während eines fröhlichen Beisammenseins mit Freund­Innen im mittelburgenländischen Unterloisdorf auf die Idee, diese Zeitung zu gründen. Zwei Monate bevor „Big Issue“ das Licht der Medienwelt erblickte. So gesehen ist der UHUDLA eine der ältesten Straßenzeitungen.

Die Geschichte der Straßenzeitungen: Am Anfang war der UHUDLA Seite 6 und 7.

Hawediere 35-Jahre UHUDLA
das Fest 28. 4. 2026 G’schamster Diener
Hawediere El Awadalla,
Dialektautorin
Hawediere Karl Berger, Zeichenware
Hawediere Rudolf Karazman, Heimatdichter & Musikant
Hawediere Mario Lang, GeschichtenErzähler mit Musi
Hawediere Chris Peterka, Musikant & Meidlinger Lyrik
Hawediere Andreas Pittler, Krimi Autor der Historie
Hawediere G’schamster Diener, das Lokal

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6 Gedanken zu “Hawediere UHUDLA

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