Jänner 2024

 © Ingo Gärtner

US-Amerika ■ Frei nach Banksy 36,5 x 22,5 Acryl, Strasssteine, Glitterglue

Von Ingo Gärtner

„Während ihr über die Feiertage auf dem Sofa herumgelümmelt habt, war ich für meine Altersversorgung aktiv. So ein selbstgebastelter Banksy soll ja Millionen wert sein. Damit kann ich locker eine Seniorenheimunterbringung finanzieren. Wenn die mich denn aufnehmen bei meiner Vorgeschichte (Gärtner war Heinleiter einer PensionistInnenAnstalt. Anm. d. Red.). Auf der Rückseite des Bildes habe ich ein paar Flacheisen eingearbeitet, damit es nicht geschreddert werden kann. Ich bin halt ein Fuchs”. Ingo Gärtner begründet seine Arbeit.

Ingo Gärtner ist ein fleißiger und kreativer Künstler. Vor ein paar Jahren hat der Künstler aus dem Ruhrpott begonnen Erinnerungen seiner Jugend zu verwerten und die Epoche der 68er Revolte zu würdigen. Der „Junge aus dem Ruhrpott” ist vor 18 Jahren in Lagos an der südportugiesischen Algarve gelandet. Der gelernte Psychiatrie-Krankenpfleger und Altenheimleiter hat Deutschland den Rücken gekehrt. Im Pott war ihm die Kluft zwischen Theorie und Alltag des Berufslebens zu groß geworden.

Seine Ideale – Keine Atempause, Geschichte wird gemacht, es geht voran

„In meinen Collagen verarbeite ich alles, was der Strand, die Natur und der Abfall hergeben. Sogar die leeren Dosen aus dem Billig-Biersortiment von Aldi, in Österreich Hofer genannt, sind willkommene „Werkstoffe”, erzählt Ingo in seiner Werkstatt auf der Dachterrasse eines kleinen Häuschens in Lagos. Der Pensionist hat ein ehemaliges kleines Beisl, die „Galeria Dali”, erworben und in eine Wohnung und Werkstätte umgewandelt.
 Dutzende der geplanten 100 Bilder, Gemälde, Collagen und Mosaikarbeiten zieren die Wände. Bunte Farben, Muscheln, Steine, Sand, Spiegelscherben und eingefärbte Glassplitter sind die Materialien mit denen Ingo in kreativer und ideenreicher Weise handwerkt.

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