
Ein Fest fürs Volk ■ Wenn unser Alltag so wäre wie das traditionelle 50. Festa do Avante in Lisboa!, dann hätte Arbeit einen hohen Stellenwert. Sie würde als Quelle und Grundlage von Wohlstand, persönlicher Entfaltung und gemeinschaftlicher Emanzipation anerkannt und respektiert.
Margarida Botelho Avante!, Nr. 2753 vom 3. September 2026 von Bruno überarbeitete KI-Übersetzung
Die Menschen würden ihre Fähigkeiten, ihre Kreativität und ihre Tatkraft in den Dienst eines gemeinsamen Vorhabens stellen.
Wenn das Leben so wäre wie das Festa do Avante
Dann gäbe es Raum für Freiheit, für Diskussion und Aufklärung, für kontinuierliches und dialektisches Lernen.
Kultur wäre ein selbstverständlicher Bestandteil des Lebens – gemeinsames Erbe, Ausdruck und Tätigkeit der Menschen. Ein Konzert oder eine Ausstellung zu besuchen, wäre nicht einfach eine Frage des Bezahlens und Konsumierens, sondern eine Möglichkeit, teilzuhaben und selbst etwas zu gestalten.
Volkskultur hätte ihren festen Platz: in der Musik, in der Küche, in den Traditionen und in der Sprache – getragen von einem gesunden Stolz auf die eigene Kultur und zugleich von echter Offenheit gegenüber den jüngeren Generationen und gegenüber anderen Kulturen.
Städte würden so gestaltet, dass Kinder berücksichtigt werden – mit grünen und sicheren Orten, an denen sie spielen und lernen können. Jugendliche hätten die Freiheit, ihren eigenen Weg zu gehen, erwachsen zu werden und eine neue Welt zu entdecken. Man würde auf die Fähigkeiten, die Erfahrungen und die Kreativität von Jung und Alt vertrauen, von Jugendlichen ebenso wie von älteren Menschen, und dabei die Besonderheiten und Unterschiede jeder Lebensphase respektieren.
Miteinander leben, miteinander reden und einander kennenlernen wären selbstverständlich. Vorurteile, abgeschottete Lebenswelten und stereotype Vorstellungen hätten keinen Platz. Stattdessen gäbe es Respekt und Neugier gegenüber den Unterschieden, die uns Menschen nun einmal ausmachen.
Wenn das Leben so wäre wie die Festa do Avante
Dann wären Solidarität und Frieden die grundlegenden Prinzipien im Verhältnis zwischen Ländern, Völkern und Kulturen.
Während des Festa do Avante! geht das normale Leben weiter. Drei Tage lang wird allerdings gezeigt und erlebbar gemacht, wie eine Gesellschaft und ein Land aussehen könnten, wenn Teilhabe und Kultur, die Werte des 25. April und die Bedeutung der Arbeit im Mittelpunkt stehen.
Sich vorzustellen, wie Portugal aussehen könnte, wenn das ganze Land wie das Festa wäre, ist natürlich kein direkt umsetzbares Denkspiel – dazu sind die Dimensionen, die notwendigen Kräfte und die gesellschaftliche Komplexität zu unterschiedlich. Aber diese Vorstellung kann uns die Zuversicht geben, dass wir unser Leben, unsere Gesellschaft und letztlich auch die Welt tatsächlich verändern können.
Das hat nichts mit Naivität oder romantischer Verklärung zu tun. Es geht um ein politisches Projekt und um Vertrauen in die Arbeiter, in die Bevölkerung und in die Jugend.
Das Festa do Avante! ist untrennbar mit dem politischen Projekt der PCP, mit ihrer Parteiorganisation und ihrer Fähigkeit verbunden, Initiativen zu ergreifen, Menschen zu organisieren und Vorhaben umzusetzen. Gleichzeitig ist das Festa untrennbar mit dem portugiesischen Volk verbunden – mit den Menschen, die hier leben und arbeiten, mit ihrer Kultur, ihrer Geschichte, ihrer Lebenswirklichkeit und ihren Kämpfen.
Das Festa do Avante! spiegelt das Land und die Menschen wider, so wie wir sind. Ein Land mit Problemen, aber auch mit Möglichkeiten und Potenzial. Ein Volk, das Widerstand leistet und für seine Anliegen kämpft.
Das Festa do Avante! wirkt auf die Menschen, die an ihm teilnehmen, und es hat Auswirkungen auf das ganze Land.
Man denke nur an die Kundgebung (comício) des vergangenen Jahres – die erste große Massenaktion im Kampf, der schließlich das von Regierung und Arbeitgebern vorangetriebene Arbeitsgesetzpaket zu Fall brachte. Oder an die außergewöhnlichen Momente der Solidarität und des Einsatzes für den Frieden, die diese Feste in den vergangenen 50 Jahren geprägt haben: von Timor bis Südafrika, von Kuba bis Palästina.
Kämpfe verändern die Welt. Sie verändern die Realität – und sie verändern auch die Menschen, die sich an ihnen beteiligen.
Und auch das Festa do Avante! ist ein Teil dieses Kampfes.
Das Festa do Avante! ist noch nicht perfekt
Wer genau hinschaut, wird feststellen, dass alle, die am Aufbau beteiligt sind und mitwirken, ständig darüber nachdenken – manchmal nur im Stillen –, was sie im nächsten Jahr anders und besser machen können. Es ist genau diese kollektive Gestaltung, der Wille, ständig zu vervollkommnen, was das Festa do Avante! ausmacht, sodass es jedes Jahr in neuer Gestalt daherkommt.
Kommen wir noch einmal auf die wunderbare und provokante Frage im Titel zurück, die von der Jugendorganisation JCP stammt: Ja, bereits jetzt ist das Leben ein Stück weit wie das Festa do Avante!.
Die Werte, die dort gelebt werden – das Vertrauen in die Werte des 25. April, in die Arbeiter und in die Bevölkerung, die Fähigkeit, solidarisch und friedlich miteinander zu leben, die Wertschätzung der Arbeit und die Überzeugung, dass wir durch gemeinsames Handeln und gemeinschaftlichen Kampf unsere Lebenswirklichkeit verändern können –, all das gibt es bereits. Es ist schon da.
Damit im Alltag mehr von dieser Festa zu spüren ist, müssen diese Kräfte freigesetzt und gemeinsam organisiert werden. Und dabei können wir zweifellos auf die PCP zählen.
Viel Freude auf dem Festa!
Bruno ist Aktivist der Linken Deutschsprachigen Freunde Lagos LDFL.
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