Kampf für den Frieden ist unverzichtbar

© Karl Berger

USA Kanonenbootpolitik ■ Der militärische Angriff der USA auf die Bolivarische Republik Venezuela und die Entführung des Präsidenten Nicolás Maduro sowie der Abgeordneten Cilia Flores sind, abgesehen davon, dass sie im Lichte der Charta der Vereinten Nationen und des internationalen Rechts nicht hinnehmbar sind, der schlagende Beweis dafür, dass die Trump-Regierung keine Mittel scheut, um die Hegemonie des nordamerikanischen Imperialismus durchzusetzen.

Von Cristina Cardoso Avante!, Nr. 2720 vom 15. Januar 2026 übersetzt von Bruno

Abgesehen davon, dass im Laufe der letzten Monate in allen Medien eine falsche Erzählung im Namen des “Kampfes gegen den Drogenhandel” aufgebauscht wurde, und dass im Laufe des ganzen bolivarischen Entwicklungsprozesses die Existenz einer angeblichen „Diktatur” und von „Menschenrechtsverletzungen” behauptet wurden, um uns unter diesem Vorwand ein Eingreifen jeglicher Art schmackhaft zu machen, konnten wir zum ersten Mal an einer klar und deutlichen Bestätigung seitens der nordamerikanischen Regierung teilhaben, dass das Interesse der USA sich in erster Linie auf die Reichtümer jenes Landes, insbesondere auf das Erdöl, richtet.

Durch den Mund der sinistren Figur eines Donald Trump sagen uns die USA jetzt offen, was sie vorhaben, wie und warum

Auf für einige Leute verunsichernde Art und Weise wird uns der Modus Operandi des Imperialismus während der letzten Jahrzehnte aufgezeigt, kommt dessen Politik von Krieg und Plünderung ans Tageslicht, die keinerlei Regeln befolgt und nur nach ihrem Interesse handelt. Das Schüren von Terror und Gewalt in internationalen Beziehungen versetzt die Welt in Angst und Schrecken bei dem Gedanken „Wer wird der nächste sein…“

In den letzten Tagen haben die USA zahlreiche Drohungen ausgesprochen. Und das nicht nur gegen lateinamerikanische Länder wie Kuba, Kolumbien, Mexiko oder Nicaragua, sondern auch gegen Grönland und den Iran – oder vielmehr gegen alle Länder und Völker, die sich nicht dem Diktat des nordamerikanischen Imperialismus unterwerfen wollen sowie gegen all jene, die versuchen, ihre Souveränität und Unabhängigkeit zu verteidigen, indem sie ihre politischen, wirtschaftlichen und handelsrechtlichen Beziehungen diversifizieren, insbesondere durch die Hinwendung zu China, um so den Fesseln des Dollars zu entgehen.

In Lateinamerika zeugen die Positionen von Kolumbien und Mexiko von mutigem Widerstand, indem sie den Angriff gegen Venezuela verurteilen und sich weigern, vor dem Imperialismus trotz der ständigen Drohungen zu kapitulieren. Ein besonderer Fall ist Kuba, das gerade 67 Jahre sozialistischer Revolution feiert und durch einen einseitig von den USA auferlegten niederträchtigen kriminellen wirtschaftlichen, kommerziellen und finanziellen Boykott schwer gezeichnet ist, und das auf der Liste der kaputtzumachenden Zielen der Trump-Regierung an oberster Stelle steht.

Nicht dass dieses Land große natürliche Reichtümer hätte, aber es hat etwas, was der Imperialismus nicht verzeihen kann: ein Volk, das sein Schicksal in die eigene Hand genommen hat und heroisch seine Revolution verteidigt hat, indem es fast 67 Jahre der ständigen Aggression vonseiten der USA widerstanden hat.

Der Iran hingegen ist ein Land, das wie Venezuela über eines der größten Erdölvorkommen der Welt verfügt und im Nahen Osten eine wichtige Rolle gegen den nordamerikanischen Imperialismus spielt, und war über Jahrzehnte hinweg das Ziel ständiger Einmischungen und Angriffe vonseiten der USA, immer mit der Unterstützung durch Israel.

Die Vorfälle, die bis zum Gehtnichtmehr von den Medien ausgeschöpft wurden, sind ein Beispiel der Einmischung des USA-Imperialismus

Das USamerikanische Imperium versucht, ausgehend von den Schwierigkeiten, die das Volk durchmacht, welche auch von den wirtschaftlichen Sanktionen herrühren, die dem Iran auferlegt wurden, dieses Land zu destabilisieren und so einen Vorwand zu finden, um einen erneuten militärischen Angriff zu starten. Die Drohungen sind ernst zu nehmen, ebenso wie die Möglichkeit ernst zu nehmen ist, dass die USA die Menscheit in den Abgrund führt.

In diesem Zusammenhang ist die Solidarität mit den Völkern, die Opfer der Angriffe durch den Imperialismus sind (und vergessen wir nicht den totgeschwiegenen Völkermord, der derzeit in Palästina vor sich geht) sowie der Kampf für den Frieden unverzichtbar. Angesichts der Barbarei ist der Kampf für den Frieden und Solidarität unerlässlich.

Mehr zum Thema – Rückgratlose Wirbeltiere

Der Angriff der USA auf Venezuela und die Entführung des Präsidenten Nicolás Maduro und der Präsidentengattin Cilia Flores haben zu einer ganzen Reihe von sprachlichen Verrenkungen geführt.

Von Gustavo Carneiro Avante!, Nr. 2719 vom 8. Januar 2026 übersetzt von Bruno

Jene, die noch vor wenigen Tagen Trump und seine „Nationale Sicherheitsstrategie” in Bezug auf Europa verteufelten, die sich über seine Annektierungsabsichten von Grönland entrüsteten und gegen die Verletzungen internationalen Rechts und der Souveränität von Staaten wetterten (gemeint war natürlich die Ukraine, und nur diese, das versteht sich von selbst), die kommen jetzt daher, und relativieren und rechtfertigen den Angriff auf einen souveränen Staat Venezuela

Unter aller Sau waren die Äußerungen hiesiger verantwortlicher Politiker, die nur so von jeher bekannter und zur Genüge zur Schau gestellter serviler Haltung gegenüber ihrem nordamerikanischen Herrn und Meister strotzten. Kein Hauch von patriotischem Geist, keinerlei Respekt vor der portugiesischen Verfassung, kein Schimmer von unabhängiger Außenpolitik – nichts, nur noch schändliche Unterwürfigkeit.

Der portugiesische Staatspräsident, „dass er die Angelegenheit verfolgen würde“ und später sagte er, dass sein Hauptaugenmerk auf der „Wiederherstellung der Demokratie“ liegen würde. Unser Regierungschef, Luís Montenegro, fand, dass „die Rolle der USA als Beitrag zu einem friedlichen, demokratischen, stabilen und umfassenden Übergang“ in Ordnung sei. Und unser Außenminister, Paulo Rangel, meinte, dass die Absichten der USA „gutgemeint“ seien und dass die Missachtung internationalen Rechts ein zu vernachlässigendes Detail wären.

Dass Trump selbst die „Monroe-Doktrin“ herangezogen hatte und versicherte, dass die USA „in Venezuela herrschen werde“ oder dass das meistbenutzte Wort in seiner Erklärung „Erdöl“ hieß, konnte die portugiesische Regierung und den Staatspräsidenten nicht von ihrer Servilität abbringen.

Nein, teatralisch schwafelten sie weiter von „Demokratie“ und „Menschenrechten“

Nicht weniger daneben benahmen sich im Übrigen die Vertreter der Europäischen Union, welche die Situation „hautnah mitverfolgen würden“ und an „Zurückhaltung“ appellierten. Nichts mehr von all dem Trara zur Befolgung internationaler „Regeln“, die scheinbar so biegsam sind wie das Rückgrat dieser Leute.

Genauso lächerlich waren auch die Papageien des portugiesischen Fernsehens, die tagtäglich mit ihren Kommentaren die Sendezeit füllten: sie sind „Spezialisten“ in militärischen Angelegenheiten, in internationalem Recht, in allem, was man sich so vorstellen kann, aber haben in der Bombardierung eines Landes, im Töten von 80 Menschen und der Entführung eines Staatschefs nichts Besonderes gesehen. Und offensichtlich befragte niemand irgend jemand, ob er das Vorgehen „verurteilt oder nicht“, ja, es gab sogar welche, die versicherten, dass es im Falle von Venezuela zu früh sein, um von einer „Invasion“ zu sprechen, dazu benötige es Zeit, ganz klar, nur nichts überstürzen…

So sehr sie auch schockieren, verwundern diese Haltungen kaum. Der Imperialismus hatte schon immer seine Lakaien und abgerichteten Sprachrohre hierzulande: so, wie es Leute gab, welche die nichtvorhandenen Massenvernichtungswaffen im Irak gesehen haben wollten und versicherten, dass es in Gaza keinen Völkermord gibt, so gibt es jetzt auch Leute, die steif und fest behaupten, dass die von Trump erfundenen Anschuldigungen gegen die bolivarischen Machthaber der Wahrheit entsprächen.
Es handelt sich halt um rückgratlose Wirbeltiere.

Bruno ist Aktivist der Linken Deutschsprachigen Freunde Lagos LDFL. Er hat den portugiesischen Avante-Text übersetzt.

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