Geld regiert die Welt

Oskar Lafontaine

Vasallen und US-Milliardäre Jetzt mischt sich auch der US-Milliardär Elon Musk in den Deutschen Bundestagswahlkampf ein.

Von Oskar Lafontaine erschienen in den Nachdenkseiten NDS, eine BRD Internetplattform.

Man hatte sich schon daran gewöhnt, dass der US-Milliardär und BlackRock-Vorstandsvorsitzende Larry Fink in Friedrich Merz einen einflussreichen Freund im Bundestag hat. BlackRock spielt eine wichtige Rolle beim geplanten Wiederaufbau der Ukraine. Je mehr die Ukraine zerstört wird, umso mehr verdient BlackRock beim Wiederaufbau.

Wie das Leben manchmal so spielt

Solange nur George Soros über Organisationen wie Campact oder Correctiv versuchte, die politische Meinungsbildung in Deutschland zu beeinflussen, war aus dem Lager von SPD, aber vor allem der Grünen keine Kritik zu hören. Auch das Grünen-nahe Zentrum Liberale Moderne – Libmod, das besonders eifrig die „US-Kriege für Freiheit und Frauenrechte“ unterstützt, reagiert, wie man hört, nicht allergisch auf US-Geldgeber. Und bekanntlich hatte der Grand Seigneur der Grünen, Joschka Fischer, eine einträgliche Zusammenarbeit mit der ehemaligen US-Außenministerin Madeleine Albright. Die Grünen sind schon lange die fünfte Kolonne der USA im Deutschen Bundestag.

Robert Habecks Staatssekretär Graichen ist mittlerweile beim ukrainischen Energieunternehmen Ukrenergo gelandet. Wie Joe Biden seinen Sohn, so hat Robert Habeck seinen treuen Gefolgsmann gut versorgt. Das bedingungslose Eintreten der Grünen für Waffenlieferungen an die Ukraine zahlt sich aus. Und nachdem Robert Habeck im Spiegel verkündet hat, künftig 3,5 Prozent der deutschen Wirtschaftsleistung, gut 140 Milliarden Euro, für die weitere Aufrüstung ausgeben zu wollen, und wenn man weiß, dass das meiste Geld US-Rüstungsfirmen zugutekommt, wird man sich nicht wundern, wenn er nach dem Ausscheiden aus der Politik als militärischer Berater in den USA ein gefragter Mann wird.

Deutschland der 51. Bundesstaat der USA?

Auch als der US-Milliardär Bill Gates deutsche Medien finanzierte, sogar den Spiegel, hielt sich der mediale Protest, wen wundert’s, in Grenzen. Jetzt hat der Trump-Freund und US-Milliardär Elon Musk den FDP-Vorsitzenden Lindner („Wir müssen ein bisschen mehr Milei oder Musk wagen“) verschmäht und erklärt: „Nur die AfD kann Deutschland retten.“

Die AfD kann ihr Glück kaum fassen und setzt jetzt auf Donald Trump und Elon Musk. Der NATO-Flügel in der AfD, der wie Habeck für weitere Aufrüstung wirbt und die deutschen Waffenlieferungen an Israel unterstützt, blickt erwartungsfroh in die Zukunft.
Der gerade verstorbene US-Präsident Jimmy Carter nannte die USA eine „Oligarchie mit unbegrenzter politischer Bestechung“ und sein Sicherheitsberater Brzezinski sprach in seinem berühmten Buch „Die einzige Weltmacht“ auch im Blick auf Deutschland von „tributpflichtigen Vasallen.

Wohin wird diese Gunst der US-Milliardäre, die bekanntlich nicht aus Barmherzigkeit handeln, Deutschland noch führen? Wir kaufen schon für viele Milliarden Euro Waffen in den USA, ruinieren unsere Wirtschaft, indem wir das preiswerte russische Gas durch teures Fracking-Gas ersetzen, folgen brav den US-Vorgaben bei Sanktionen, die Deutschland schwer schädigen und die USA so gut wie nicht betreffen und nehmen Millionen Menschen auf, die aus Ländern fliehen, die von den USA mit Krieg überzogen wurden.
Muss man fürchten, dass Deutschland bald das Schicksal Alaskas teilt? Wenn Trumps Pläne mit Grönland und Kanada nicht früher realisiert werden, wäre Deutschland dann der 51. Bundesstaat der USA.

Oskar Lafontaine ist ein deutscher Publizist und Politiker. Von 1985 bis 1998 war er Ministerpräsident des Saarlandes. Er war Kanzlerkandidat der SPD für die Bundestagswahl  1990. Von 1995 bis 1999 SPD-Vorsitzender. Nach der Bundestagswahl 1998 übernahm er im Kabinett Schröder I das Bundesministerium der Finanzen. Im März 1999 legte er überraschend alle politischen Ämter nieder, auch sein Bundestagsmandat. Fortan trat er als Kritiker des rot-grünen Regierungskurses auf. Im Jahr 2005 wechselte Lafontaine von der SPD zur neu gegründeten Wahlalternative Arbeit & soziale Gerechtigkeit (WASG). Diese ging durch seine Initiative im Juni des Jahres ein Wahlbündnis mit der PDS ein, die sich dafür in Die Linkspartei.PDS umbenannte. Von 2005 bis 2009 war Lafontaine mit Gregor Gysi Fraktionsvorsitzender der Linksfraktion im Deutschen Bundestag. Vom 16. Juni 2007 bis zum 15. Mai 2010 war er neben Lothar Bisky Parteivorsitzender der neugebildeten Partei Die Linke. Nach der Landtagswahl im Saarland 2009, bei der Die Linke mehr als 20 Prozent der Stimmen erhielt, wurde Lafontaine Fraktionsvorsitzender seiner Partei im Saarländischen Landtag. Dieses Amt übte er bis 2022 aus. Am 17. März 2022 gab er seinen Austritt aus der Linkspartei bekannt. Anfang 2024 trat er dem Bündnis Sahra Wagenknecht bei.

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